Historische Obstsorten - Pflanzplan

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Kugelapfel

Patenschaft

ALLGEMEINES:
Der Kugelapfel wurde erst 1855 beschrieben, obwohl er unzweifelhaft viel älter ist. Er war damals in Württemberg und in Bayern häufig und wurde vermutlich vorwiegend von herumziehenden Baumhändlern verbreitet. Er ist leicht mit dem früher sehr beliebten Grünen Stettiner zu verwechseln, was vielleicht seine einstige Häufigkeit erklärt. Die Sorte galt bis vor wenigen Jahren als verschollen, doch gibt es im Landkreis noch eine Reihe von Altbäumen, so z. B. in Kattenhochstatt, Markt Berolzheim, Ottmarsfeld, Osterdorf, Weimersheim sowie im Pfarrgarten Gnotzheim.

Weitere Bezeichnungen: Winterrowiener (Ottmarsfeld), Grüner Stettiner (irrtümlich).

FRUCHT: Gestalt: mittelgroß bis groß, kugelförmig. Schale: glatt, glänzend, grasgrün, am Lager gelbgrün, sonnenseitig gelegentlich verwaschen bräunlichrot.

Fleisch: weiß bis grünlichweiß, sehr saftreich, fest, süßweinsauer, ohne Gewürz.

REIFE: Ende Oktober, haltbar bis weit ins Frühjahr.

VERWENDUNG: Wirtschaftsobst, besonders zur Mostbereitung.

BAUM: wächst ungemein lebhaft, bildet starke Hochstämme und ist sehr fruchtbar.

HERKUNFT DES BAUMES: Kattenhochstatt oder Ottmarsfeld.

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