Historische Obstsorten - Pflanzplan

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Rote Sternrenette

Patenschaft

ALLGEMEINES:
Der Ursprung der Sorte liegt am Niederrhein, wo sie 1830 erstmals beschrieben wurde. Vor 1910 in Mittelfranken noch fast unbekannt, wurde sie ab den 1920er Jahren als eine der Standardsorten häufig angebaut. Wegen der schönen Färbung ist sie einer der beliebtesten „Weihnachtsäpfel“. Die Sorte ist noch bis heute in einschlägigen Baumschulen vorhanden. Altbäume findet man selten, Jungbäume jedoch fast regelmäßig in Neupflanzungen. Ein Altbaum, der leider um seine Leitäste beraubt wurde, steht im nahe gelegenen Pfarrgarten Gnotzheim.

Weitere Bezeichnungen: keine.

FRUCHT: Gestalt: mittelgroß, plattrund bis plattkugelig, gleichmäßig. Schale: glatt, trocken, überwiegend dunkel karminrot bis purpurrot, mit zahlreichen sternartigen, hellen Schalenpunkten.

Fleisch: gelblichweiß, meist rot geadert, mäßig saftig und etwas würzig, überreif mehlig.

REIFE: Anfang Oktober, bis Januar haltbar.

VERWENDUNG: Tafel- und Wirtschaftsapfel mittlerer Güte und regelmäßiger Tragbarkeit.

BAUM: mittelgroß bis groß; anfangs schwach-, später starkwüchsig, Krone flachkugelig und ausladend, im Alter überhängend; robuste, anspruchslose Sorte, dadurch für Streu­obst sehr geeignet.

HERKUNFT DES BAUMES: Obstwiese südlich Emetzheim.

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