Historische Obstsorten - Pflanzplan

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Gestreifter Bachapfel

Patenschaft: Peter Jehle

ALLGEMEINES:
Die Sorte wird bereits 1650 genannt. Auf dieses hohe Alter weisen zahlreiche Lokalnamen hin. Eine Beschreibung aus dem Jahr 1799 lobt den großen Wirtschaftsapfel, der frühzeitig genießbar ist und sich doch lange hält: „… weshalb ihn der Landmann sehr zum Kochen liebt, so wie der uralte Name auf seinen ökonomischen Nutzen deutet“. Die Sorte galt bis vor wenigen Jahren bundesweit als verschollen. Im Landkreis existieren jedoch noch eine Handvoll Altbäume, so bei Kattenhochstatt, Weimersheim und Ettenstatt sowie in Weißenburg, Spielberg, Sammenheim, Ottmarsfeld, Ursheim und Rudletzholz bei Heideck. Der „Gestreifte Backapfel“ wurde noch 1909 von einer Ellinger Baumschule angeboten. Bis 1936 verschwand die Sorte aus dem Angebot.

Weitere Bezeichnungen: Gestreifter Backapfel, Weißer Bachapfel, verkürzt nur Bachapfel oder Backapfel, irrtümlich Adamsapfel.

FRUCHT: Gestalt: groß, flachgedrückt und oft ungleichhälftig bis beulig, auf einer Seite niedriger; der kurze Stiel überragt die stark berostete Stielhöhle nicht. Schale: Grundfarbe Goldgelb, sonnenseitig mit breiten, karmesinroten Streifen; Schale trocken, nicht fettig.

Fleisch: weißgelb, grobkörnig, saftvoll und säuerlich,  Frucht welkt nicht.

REIFE: Oktober, bis in den April haltbar.

VERWENDUNG: Wirtschaftsapfel hoher Güte und regelmäßiger Tragbarkeit.

BAUM: breitkronig, wird groß und alt, sehr fruchtbar und dauerhaft in der Blüte; auch in rauen Gegenden gut anbaufähig, braucht jedoch einen guten Boden.

HERKUNFT DES BAUMES: Obstwiese in Wachenhofen

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