Historische Obstsorten - Pflanzplan

23

Gravensteiner

Patenschaft

ALLGEMEINES:
Sehr alte Sorte, die schon vor 1800 in Norddeutschland verbreitet war. Herkunft vermutlich vom Schloss Grafenstein im Schleswigschen. Die Herkunft des fränkischen Doppelnamens „Wülzburger“ ist ungeklärt. „Schlotterapfel“ bezieht sich auf das geräumige Kernhaus. In Deutschland sehr weit verbreitet, oft in der 1858 entstandenen rotschaligen Spielart „Roter Gravensteiner“. Der wohlschmeckende Septemberapfel wird auch heute noch von den meisten Baumschulen geführt.

Weitere Bezeichnungen: Wülzburger, Schlotterapfel (in Franken), Blumenkalvill, Sommerkönig.

FRUCHT: Gestalt: mittelgroß bis groß; sehr variabel, flachkugelig bis hochgebaut, kelchwärts verjüngt, mit flachen Rippen, großes Kernhaus. Schale: glatt, sehr fettig; hellgelb mit karminroter, gestreifter Deckfarbe; mit starkem, sortentypischem, angenehmem Geruch.

Fleisch: hellgelb, saftig, weich, süßsäuerlich, stark gewürzt.

REIFE: Ende August bis Anfang September, haltbar bis November.

VERWENDUNG: hervorragender Tafelapfel, auch als Wirtschaftsapfel brauchbar.

BAUM: Wuchs stark, Krone hochkugelig bis schirmförmig; gegen Blüten- und Winterfrost wenig widerstandsfähig, anfällig für Schorf; anspruchsvoll an den Standort.

HERKUNFT DES BAUMES: unbekannt

Obstarche - ein Projekt von:

Impressum