Historische Obstsorten - Pflanzplan

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Grüner Stettiner

Patenschaft

ALLGEMEINES:
Die alte deutsche Frucht wurde 1797 vom Pomologen Christ beschrieben. Sie war schon damals weit verbreitet, was auf ein hohes Alter der Sorte schließen lässt. Wegen seiner langen Haltbarkeit war der Grüne Stettiner sehr beliebt. Er wurde häufig mit dem sehr ähnlichen „Kugelapfel“ verwechselt. Im Landkreis stehen noch etliche Altbäume, so im Pfarrgarten Gnotzheim, bei Holzingen, Büttelbronn, Roxfeld, Wachstein, Weimersheim und Markt Berolzheim.

Weitere Bezeichnungen: Rowiener (mehrdeutig), Grüner Rowiener, Grüner Winterstettiner, Grüner Bietigheimer, Bamberger (Ansbach 1860).

FRUCHT: Gestalt: mittelgroß bis groß; regelmäßig flachrund. Schale: glatt, hellgrün, später gelblichgrün, Deckfarbe bei besonnten Früchten verwaschen trüb rot, hell umhöfte Schalenpunkte.

Fleisch: grünlichgelb, fest, vollsaftig, säuerlich erfrischend, wenig Zucker.

REIFE: Ernte Anfang Oktober, genussreif ab Dezember, sehr lange haltbar bis April.

VERWENDUNG: lange haltbarer Wirtschaftsapfel für den Winter, auch zum Mosten.

BAUM: Wuchs stark, Krone breit ausladend, für Obstwiesen geeignet.

HERKUNFT DES BAUMES: Holzingen.

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