Historische Obstsorten - Pflanzplan

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Roter Herbstkalvill

Patenschaft

ALLGEMEINES:
Die alte französische Sorte stammt aus der Auvergne und wurde bereits 1670 beschrieben. Schon um 1800 war sie in Deutschland weit verbreitet und unter zahlreichen Doppelnamen bekannt. Erstmals abgebildet wurde sie in der Würzburger „Pomona Franconica“ des fürstbischöflichen Hofgärtners Mayer. Im Landkreis sind noch etliche Altbäume der wohlschmeckenden Sorte bekannt, so in Weißenburg, Wachenhofen, Hundsdorf, Holzingen, Naßwiesen und Muhr am See.

Weitere Bezeichnungen: Edelkönig, Blutapfel (Wachenhofen), Zigeuner (Holzingen), Erdbeerapfel, Brestlesapfel (Hundsdorf), Schlotterapfel (Wachenhofen), Himbeerapfel.

FRUCHT: Gestalt: mittelgroß, kugelig-konisch, unregelmäßig, stark gerippt. Schale: glatt, fettig, meist glänzend dunkelrot bis schwarzrot; große, hell umrandete Schalenpunkte.

Fleisch: weiß, von roten Adern durchzogen, teils rot marmoriert, saftig, weich, weinsäuerlich, himbeerartig gewürzt.

REIFE: September, reif zu ernten, in abnehmender Qualität bis November haltbar.

VERWENDUNG: früh reifender Tafelapfel, auch zum Dörren vorzüglich.

BAUM: stark wachsend, mit breitpyramidaler Krone.

HERKUNFT DES BAUMES: Holzingen.

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