Historische Obstsorten - Pflanzplan

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Meißner langstielige Feigenbirne

Patenschaft

ALLGEMEINES:
Der Ursprung der Sorte liegt in Sachsen, wo sie bereits vor 1800 bekannt war. In Sachsen wie im restlichen Deutschland ist die Sorte heute verschollen und fünf Altbäume bei Markt Berolzheim und Sammenheim sind die letzten bekannten Vorkommen. Wie etliche andere Feigenbirnen hat die Sorte ihren Namen von der einer Feige ähnlichen Frucht. Die Bäume sind regel­mäßige Massenträger, deren Früchte in Markt Berolzheim früher tonnenweise gedörrt wurden und so maßgeblich zum guten Ruf des Berolzheimer Obstbaus beitrugen.

Weitere Bezeichnungen: Frankenbirne (Markt Berolzheim), Mannsbirne (Sammenheim).

FRUCHT: Gestalt: fast mittelgroß, langgestreckt kegelförmig; Stiel auffallend lang, Blätter mit eigenartigem keilförmigen Blattgrund. Schale: gelblichgrün, Sonnenseite forellenartig rot gepunktet.

Fleisch: Geschmack saftig, süßsäuerlich, etwas gewürzt.

REIFE: Ende September.

VERWENDUNG: Dörrbirne, eventuell auch zum Mosten.

BAUM: große, mächtige Bäume bildend, Zweige überhängend, mit regelmäßigen Massenerträgen.

HERKUNFT DES BAUMES: Markt Berolzheim.

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