Historische Obstsorten - Pflanzplan

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Lettenbirne

Patenschaft

ALLGEMEINES:
Die Sorte ist wohl eine der bis heute bekanntesten und wichtigsten Lokalsorten des Land­krei­ses. Bereits 1804 für Weimersheim genannt, kommt sie heute noch in vielen Dörfern vor. Der Gnotzheimer Leonhard Koch zählt die Lettenbirne 1854 zu denjenigen „harten, in strengen Wintern nicht erfrierenden und doch sehr fruchtbaren Obstsorten, die im Ries, Altmühltale und am Hahnenkamm zu finden sind“. Eventuell ist sie mit der von dem Pomologen Diel be­schriebenen Gelben Pomeranzenbirne identisch und damit eine alte, in Frankreich entstandene Hauptsorte.

Weitere Bezeichnungen: Gelbe Pomeranzenbirne (Koch 1859), Frankenbirne (Osterdorf).

FRUCHT: Gestalt: klein bis mittelgroß, abgestumpft kreiselförmig, Stielansatz schief. Schale: grünlichgelb, vollreif hellgelb, ohne Röte, braune Schalenpunkte, teils schwach netzartig berostet.

Fleisch: gelblichweiß, grobzellig, saftvoll, süßsäuerlich, angenehm gewürzt.

REIFE: Mitte August bis Anfang September.

VERWENDUNG: zum Dörren und Mosten, auch zum Frischessen.

BAUM: stark wachsend mit steilen Hauptästen, wird groß und alt, landschaftsprägend.

HERKUNFT DES BAUMES: Stopfenheim oder Büttelbronn.

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