Historische Obstsorten - Pflanzplan

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Römische Schmalzbirne

Patenschaft

ALLGEMEINES:
Die Herkunft des Namens ist unbekannt, jedoch sicher nicht auf die Römer zurückzuführen. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts war die Sorte in Mittelfranken weit verbreitet. Zur Obst­ausstellung in Ansbach 1860 wurde sie gelobt als „ausgezeichnete Tafel- und Oekonomie­frucht, die in jeder Lage dauerhaft und fruchtbar ist“. Bis mindestens 1910 wurde sie von einer Ellinger Baumschule verkauft. Auch heute noch sind vereinzelt Bäume zu finden, so zwischen Hattenhof und Weimersheim, östlich von Weißenburg und nördlich von Brombach.

Weitere Bezeichnungen: Frauenbirne (früher üblicher Name in Mittelfranken), Franzmadam, Sucré Romain.

FRUCHT: Gestalt: vollendet birnförmig mit fleischigem Stielansatz. Schale: gelb, sonnseitig braunrot, später karminrot, zahlreiche feine Schalenpunkte.

Fleisch: gelblichweiß, saftvoll, etwas körnig, unreif leicht herb, in der Reife ange­nehm süß und gewürzt, mit starkem Moschusgeruch.

REIFE: Ende August bis Anfang September, Reife ungleichmäßig, vorreif zu ernten, ca. 14 Tage haltbar.

VERWENDUNG: Tafelbirne, auch zum Dörren und für die Küche.

BAUM: stark wachsend, mit breiter Krone, mittelgroß werdend, sehr fruchtbar und regelmäßig tragend.

HERKUNFT DES BAUMES: Alte Sorte eines umveredelten Straßenbaums zwischen Hattenhof und Weimersheim.

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