Historische Obstsorten - Pflanzplan

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Sußbirne

Patenschaft

ALLGEMEINES:
Unter den vergleichsweise wenigen echten Lokalsorten ragt die Sußbirne als mehrere Jahrhunderte alte „fränkische Nationalfrucht“ heraus. Die Nachrichten über die „edle Holzbirne“ sind spärlich, da sie meist von den Landleuten selbst vermehrt wurde. Nur in einem Katalog einer Cadolzburger Baumschule von 1852 wird sie als „Wahre kleine Sußbirne“ angeboten. Es gibt riesige Bäume der Sußbirne, die 300 Jahre alt sein sollen. Im Landkreis existieren noch etliche Altbäume, die allesamt schon ein Alter von mindestens 100 Jahren haben.

Weitere Bezeichnungen: Bocksbirne (üblicher Name im Landkreis), Sousbirn (Emetzheim), Knäckerle (um Windsheim).

FRUCHT: Gestalt: klein, breit-rundlich, mit langem Stiel. Schale: fein rau, grüngelb, später zitronengelb, zahlreiche Schalenpunkte, am Stiel berostet.

Fleisch: gelblichweiß, körnig, herbsüß, etwas bocksartig.

REIFE: Oktober, etwa vier Wochen haltbar.

VERWENDUNG: früher Koch- und Dörrbirne, heute als Most- und hervorragende Brennbirne.

BAUM: sehr stark wachsend, eichenartige Bäume bildend.

HERKUNFT DES BAUMES: Weimersheim.

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